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SP gefährdet Arbeitsplätze und Steuereinnahmen

Initiative zur Abschaffung der Aufwandbesteuerung

Seit der Annahme der Initiative zur Abschaffung der Aufwandbesteuerung im Kanton Zürich ist die Neid-Debatte bei der politischen Linken voll ausgebrochen. Auch die SP des Kantons St.Gallen will nun mit einer gleichlautenden Initiative mutwillig Steuerreinnahmen, Arbeitsplätze und gerade in der Krise nötige Konsumausgaben opfern.

St.Gallen, 08.01.2010 | Die SP des Kantons St.Gallen reichte heute die Unterschriften für ihre von den Grünen, der EVP und den Gewerkschaften unterstützten Initiative zur Abschaffung der Pauschalsteuer (auch Aufwandsteuer) im Kanton St.Gallen ein. Nachdem der Kanton St.Gallen wegen der CVP bereits eine Standesinitiative auf Bundesebene mit der gleichen Forderung einreichte, will die SP mit ihrer Initiative der Aufwandbesteuerung im Kanton St.Gallen bereits früher einen Riegel schieben.

Standortvorteil Aufwandbesteuerung
Die Schweiz - und viele andere europäische Staaten auch - wenden die Pauschalsteuer seit Jahren erfolgreich an. Mit ihr werden ausländische Personen ohne Arbeitstätigkeit in der Schweiz nicht mit ihrem ganzen Einkommen und Vermögen, sondern nach ihrem Lebensaufwand besteuert. Dies bewirkt, dass die Besteuerung milder ausfällt und die Wohnsitznahme in der Schweiz attraktiver wird. Gerade angesichts der zuletzt stark zugenommenen Verschuldung umliegender Staaten ist anzunehmen, dass der Standort Schweiz für wohlhabende Ausländerinnen und Ausländer attraktiver wird - sofern eine Pauschalbesteuerung möglich bleibt. Mit diesem Instrument können die Kantone und die Schweiz nicht nur zusätzliche Steuereinnahmen generieren, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und den Konsum ankurbeln.

30'000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
Aufwandbesteuerte haben 2008 in der Schweiz über eine halbe Milliarde Franken an direkten Steuern bezahlt. Zudem sind deren Konsumausgaben nicht zu unterschätzen: Will sich ein Aufwandbesteuerter in der Schweiz niederlassen und ein Haus bauen, profitieren zahlreiche Unternehmen davon - vom Bauunternehmen und Gewerbler über Freizeitangebote bis zu Luxusprodukten. Gemäss einer Studie werden in der Schweiz so über 30'000 Arbeitsplätze geschaffen.
Die SP des Kantons St.Gallen will diesen Standortvorteil nun mutwillig zerstören, denn sämtliche Kantone (mit Ausnahme des Kantons Zürich, wo im vergangenen Jahr das Volk eine ähnliche Initiative annahm) kennen die Aufwandbesteuerung. Mit einer Annahme der SP-Initiative würde sich der Kanton St.Gallen im immer härteren Standortwettbewerb freiwillig einen kürzeren Spiess geben. Die FDP spricht sich klar gegen die von der SP verlangte Verschlechterung unserer Standortattraktivität aus.

Neid stärkt unsere Situation nicht
Auch die FDP erkennt, dass bei der Aufwandbesteuerung die Frage nach der Steuergerechtigkeit legitim ist - wohlhabende Ausländer bezahlen durch diese Art der Besteuerung weniger Steuern. Es muss aber auch beachtet werden, dass die betroffene Bevölkerungsgruppe, die weder unser Sozial- noch Bildungssystem belastet, oft zu den grössten freiwilligen Trägern von Kultur und gemeinnützigen Stiftungen gehört und ihren Wohnsitz ohne Aufwandbesteuerung in einem anderen Land wählen würde. Die SP nutzt mit ihrer Initiative populistisch den Neid und die Missgunst gegenüber besserverdienenden Ausländern aus - damit ist für den Standort St.Gallen und die Schweiz aber gar nichts gewonnen! Auch hier gilt das Sprichwort „Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach" oder um eine st.gallische Redewendung zu bemühen „s'isch all daa"!

Aufwandbesteuerung anpassen, nicht abschaffen
Deshalb ist die FDP überzeugt: Die Aufwandbesteuerung als solche sollte nicht hinterfragt und gänzlich abgeschafft werden. Vielmehr ist über eine Erhöhung der Pauschalsteuer zu diskutieren - dies könnte ein sinnvolles Vorgehen sein, um die Steuer gerechter zu gestalten und gleichzeitig nicht ihre grossen Vorteile aufs Spiel zu setzen. Denn sonst schiesst uns die SP-Initiative ein klassisches Eigentor.



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Weitere Informationen

Die zuletzt aufgeworfene Frage, ob die CVP links oder rechts politisiere, beantwortete sie am letzten Sessionstag gleich selbst: Links und stramm wirtschaftsfeindlich. Wegen der CVP muss der Kanton St.Gallen eine Standesinitiative zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung für Ausländer einreichen. Einer grossen Stärke unseres Systems, die massiv zum Wohlstand der Schweiz beiträgt, droht damit das Aus. Erfreulicher und ganz auf der Linie der FDP waren die Beschlüsse zur Energiepolitik des Kantons: Effizienz steigern und alternative Energien fördern.

Termine
Parteileitungssausschuss, anschl. Parteileitung
11.08.2010
Restaurant Dufour, Bahnhofstrasse 19, St.Gallen


Kantonale Mitgliederversammlung (Berneck)
19.08.2010
Mehrzweckhalle Bünt
Kirchgass 4
9442 Berneck

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Donnerstag, 19. August 2010,  Berneck
Einladung (Download)


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